Lust zu lesen?

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Unsere aktuelle Winter-Ausgabe befasst sich mit dem Thema „Glückauf – wir erzählen darin altüberlieferte Bergmannsagen aus dem Harz, die Geschichte des Bergbaus, weltberühmte Erfindungen aus dem Harz, die Bergmannsprache, Schätze im Harz, Edel- & Heilsteine, die Träume der Raunächte & haben für euch altgediente Bergmänner interviewt … dies alles & mehr erwartet dich in unseren „Weggefährten“! 🙂

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2. Sagen auf facebook

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3. Sagen der Stempelstellen der Harzer Wandernadel

Einmal in der Woche stellen wir euch auf dieser Seite eine neue Sage zur Verfügung, die gleichzeitig auch ein Wandertipp zu einem sagenumwobenen Fleckchen Erde im Harz ist. Diesmal entführen wir euch ins Selketal, das uns einiges zum Thema Glück lehren kann! Für mich ist es auf jeden Fall immer ein unendliches Glück, wenn ich von der Köthener Hütte (Stempelstelle 95) über Mägdesprung in eines der schönsen Harzer Täler schaue:

SEIN GLÜCK MIT DEM PECH MACHEN

Ins Selketal zog Ende des 17. Jahrhunderts die Familie eines Schmieds, die sich von den Versprechungen eines aufstrebenden Bergbetriebes anziehen ließ. Die niederländische „Gewerkschaft der Hoch-Fürstlichen Anhaltinischen Bergwerke zu Hartzigerode“, zog hunderte von Bergleuten, Poch- und Hüttenknaben ist Selketal zur neuen Silberhütte und versprach reiche Gewinne. Anfangs sah es auch so aus, als würde der Bergbau jedermann zum Glück gereichen, doch die Hauptmuter (also die Inhaber der Abbauerlaubnis) wussten es besser:
Den schnellen Aufschwung der 36 Erzzechen verdankte man abertausend verkauften Anteilsscheinen, deren Erwerber sich ebenso Beteiligung am großen Glück erhofften. Die Silberausbeute an sich reichte jedoch nicht einmal zur Bezahlung der laufenden Betriebs-kosten. Als der Schwindel langsam aufzufallen drohte, wurden die Kassenbücher gefälscht und die Schulden vorerst mit anderen Anleihen beglichen. Die Folgen des endgültigen Ruins der Gewerk-schaft im Jahre 1702 waren für die Region verheerend. Eine gewaltige Schuldensumme von 334.000 Talern belastete die Region: Hunderte Familien, wie die des Schmiedes, wurden arbeits-los und verarmten.
Wie der Schmied eines Abends das Pech kaum mehr ertragen konnte, verließ er seine Hütte im engen, dunklen Tal, ging einfach seiner Nase nach und traf endlich auf der Höhe des Felsens, der heute der Mägdesprung heißt, auf einen alten Bergmann. „Glück auf!“, grüßte er freundlich, obschon ihm das Herz eng und schwer in der Brust lag. „Glück auf!“, erwiderte der Bergmann den frommen Gruß des Schmiedes und fragte „Was schleppst du dich so sorgenschwer den Berg hinauf!“ –
„Ach, Alter“, entgegnete der Schmied, „du weißt doch, wie’s um die Menschen im Selketal steht, es ist alles ein großes Pech!“ – Da lachte der Alte, sodass sein langer, weißer Bart nur so bebte: „Du weißt also nicht, dein Glück aus dem Pech zu machen?“ – „Wie soll das denn angehen, Pech in Glück zu verwandeln?“, widersprach der Schmied fast ärgerlich. „Herrje, du weißt es wirklich nicht? Komm näher, Mann, ich will‘s dir verraten!“ und der Bergmann vertraute dem Schmied sein Geheimnis an, sagte dieses und erklärte jenes und schüttelte den Schmiedemeister endlich an den Armen wach.
Tatsächlich hatte der Schmied auf dem Bergrücken zu neuem Mut gefunden. Zuhause versuchte er gleich, was ihm vom Alten geheißen ward: Anstatt vergeblich nach Silber zu schürfen, hatte der Schmied Erzbrocken mit nach Hause genommen und mit der Holzkohle den Hochofen befeuert. Neben dem wenigen (aber vortrefflichen), schmiedbaren Eisen, entstanden tatsächlich weitere, gut verwertbare Produkte: Ganz oben blieb dünnes Öl. „Das kann ich den Bergleuten als Petroleum für ihre Frösche (Berglampen) verkaufen.“, dachte der Schmied und bemerkte jetzt die darunterliegende Fettschicht. „Das Fett werde ich den Bergknappen zum Schmieren der Räder ihrer Loren anbieten!“, freute er sich. Ganz unten im Hochofen entstand aber Pech (heute nennen wir es Teer). Als Dichtungsmasse, war es für viele Betriebe besonders wertvoll. So lernte der Schmied das Pechsieden für sich zu nutzen und machte am Ende aus dem vielen Pech sein großes Glück.
Als das Geschäft mit dem Pech im Selketal nichts mehr einbringen wollte, verdingten sich die Söhne des Schmiedes in der Mägde-sprunger Eisenhütte und führten sie in ihre Blütezeit. Die Enkel verdingten sich mit Erfolg im Drahtzug, die Urenkel als Bader im aufstrebenden Kurort Alexisbad und seine Ururenkel führten Berühmtheiten wie Eichendorff und Heine durch unseren schönen Unterharz. Jeder Nachkomme des Schmiedes wusste für sich, aus dem Pech einer Zeit sein Glück zu machen.
So scheint mir diese Geschichte „das Pech in Glück“ zu verwandeln, ein wunderbares Lehrmärchen aus dem Selketal zu sein. Es erinnert mich daran, dass alles Schöne und Große einmal zu Ende gehen muss, wenn etwas Neues und vielleicht Wunderbares daraus entstehen soll, wie zum Beispiel eben der „Selkefall“. Dieser Wasserfall entstand um 1830 im Rahmen der Arbeiten zum „Carlsteich“, der die Eisenhütte in Mägdesprung versorgte. Welch ein Pech, dass die Anlage durch ein Hochwasser im Jahre 1955 zerstört wurde, welch ein Glück aber, dass der natürlich wirkende Selkefall dadurch erst recht zur Geltung kommt – es ist halt oft eine wunderbare Sache, sein Glück aus dem Pech zu machen.
(aufgeschrieben von Carsten Kiehne in „SAGENHAFTES GLÜCK“)

 

4. Lust auf ein Andenken für zuhause?

Wenn du ein deine Heimat liebst & gerne Sage liest, gehört dieses Sagenbuch unbedingt in deinen Bücherschrank. Darin abgelichtet sind die schönsten Baumsagen aus dem Harz & Wissenswertes zu der Heilbedeutung der Bäume, Kreativübungen, Jahreszeitenrituale & Gedanken dazu, wie sich die Sagen aus den germanischen & keltischen Mythen abgeleitet haben.

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5. Was über uns in den Zeitungen geschrieben wird?

21 Kommentare zu “Lust zu lesen?

  1. Janett Kruse

    Wir haben uns sehr gefreut, dass ihr heute bei uns in der Kita Zwergenland wart.
    Deine Geschichten waren sehr schön. Die Kinder waren begeistert.

  2. Claudia Froese

    Ich habe gerade von einer Freundin eure wunderbare Zeitschrift geschickt bekommen und habe sie mit ganz großer Begeisterung durch gelesen.
    Da ich Märchnererzählerin und Kräuterfrau bin, denn Märchen udn Kräuter gehören für mich zusammen, wie Luft und Wasser, wie Himmel und Erde, und und und.
    Deshalb hätte ich großes Interesse und große Freude an eben dieser Zeitschrift.

    Mit lieben Grüßen
    Claudia Froese
    Erzähl – und Kräuterfrau

  3. Puck D.

    Ahoi, Ihr Tollen!

    wie komm ick denn bloß in Euren elektronischen Reiter-Verteiler? ick interessiere mich nämlich brennend für die Geschichte des Bergmannes.

    Nur mal am Rande: Ihr leistet großartige Arbeit; meenen Dank dafür!

    LG und ’ne besinnliche Wintersonnenwendenzeit und aufregende Rahnächte wünscht der Puck D.

  4. D. B.

    Dankeschön,
    im Harz habe ich meine Kindheit verbracht, in Quedlinburg studiert.
    Heimat
    Jetzt hatte ich zufällig diese Harzgeschichten entdeckt und bin begeistert. Bin auf die erste Zeitung und auf viele alte, neue Geschichten gespannt.
    Dankeschön, tolle Arbeit.

  5. Kerstin H.

    Wir sagen Danke ☺️ für die Mühe die du dir immer machst.
    Wir lesen deine Geschichten gerne und man bekommt einen anderen Blickwinkel ☺️
    Wir wünschen dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und gesund bleiben.
    LG Kerstin & Familie

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