52 – Der Geist der Trageburg

PICT0067In der Nähe von Trautenstein – dem Felsen an dem sich einst die Druiden, die Priester des alten Glaubens trafen – liegt die Trageburg. Im 13. Jahrhundert sollte sie die darunterliegende Furt bewachen und die Kaufleute, die auf der „Langen“ unterwegs wahren schützen.

Doch einmal residierte auf der „Draburg“ furchtbares Gesindel, vom Verhalten mehr Wolf als Mensch. In einer Vollmondnacht huschten sie, wie Schatten, durch das nahe Trautenstein und entführten eine holde Jungfer. Furchtbare Schreie und Wolfsgeheul tönten in dieser Nacht durch die Wälder und Täler. Das Mädchen sah man niemals wieder und über viele hundert Jahre lang, ward ihre Geschichte fast vergessen.

In einigen Vollmondnächten will man ihren Geist aber schon gesehen haben. Sie lockt Kaufleute zur Ruine der Trageburg mit den schönsten Versprechungen. Dort soll ein Schatz verborgen liegen, sagt sie oder man könne sie erlösen. Wer ihr aber folgt und Glauben schenkt, wird niemals wieder gesehen.

(aufgeschrieben von Kiehne nach Bartens, die phantastische Burgenrekonstruktion stammt von Wolfgang Braun – danke, dass wir sie nutzen dürfen)

Trageburg